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Olga Weis Olga Weis Zuletzt aktualisiert Feb 18, 2026

USB-Passthrough in Hyper-V aktivieren

Eine der größten Einschränkungen von Hyper-V ist die fehlende native Unterstützung für USB-Passthrough. Dadurch kann es schwierig sein, virtuelle Maschinen (VMs) mit USB-Geräten wie Speicherlaufwerken, Druckern oder Sicherheitsdongles für Aufgaben wie Softwarelizenzierung oder Datentransfer zu verbinden. Standardmäßig stellt Hyper-V diese Funktion nicht bereit.

In diesem Artikel werden mehrere Methoden zur Aktivierung von USB-Passthrough für Hyper-V-VMs vorgestellt. Dazu gehören das Remote Desktop Protocol (RDP), Discrete Device Assignment (DDA), der physische Datenträger-Passthrough sowie der Erweiterte Sitzungsmodus (ESM). Jede Methode bietet unterschiedliche Funktionen, um verschiedene Einsatzszenarien abzudecken.

Anschließend stellen wir FlexiHub vor – eine einfache und umfassende Lösung zur Umsetzung von Hyper-V USB-Passthrough mit minimalem Konfigurationsaufwand.

USB-Passthrough in Hyper-V mit RDP

Am besten geeignet für: Die tägliche Remote-Administration, nachdem RDP auf der VM aktiviert wurde – z. B. für Dateitransfers sowie die Verwaltung von Druckern, Webcams und anderen USB-Geräten.

Mit dem Remote Desktop Protocol (RDP) lassen sich lokale Ressourcen auf eine netzwerkverbundene Windows-VM umleiten. RDP unterstützt eine geräteklassenbasierte High-Level-Umleitung, etwa für Kameras oder Mikrofone. Zusätzlich ist eine Low-Level-Umleitung für Geräte möglich, die In-Session-Laufwerke oder das rohe USB-Protokoll über URBs benötigen.

Microsoft empfiehlt, nach Möglichkeit die High-Level-USB-Umleitung zu verwenden. Die Low-Level-Umleitung funktioniert ausschließlich mit lokalen Windows-Geräten und erfordert eine Verbindung mit geringer Latenz für optimale Leistung. Die Steuerung erfolgt über die RDP-Eigenschaft usbdevicestoredirect sowie Gruppenrichtlinien.

Hauptzweck

RDP ermöglicht einen schnellen Zugriff auf Dateien und Peripheriegeräte von netzwerkverbundenen VMs. Die High-Level-Umleitung sorgt für eine optimale Performance und ein besseres Benutzererlebnis, insbesondere bei Geräten wie Webcams. Die Low-Level-Umleitung sollte nur für Geräte eingesetzt werden, die spezielle Treiber benötigen. Administratoren können über usbdevicestoredirect festlegen, welche Geräteklassen umgeleitet werden dürfen, und dies zentral per Sicherheitsrichtlinie erlauben oder verbieten.

icon pros Vorteile:

  • Unterstützt die meisten USB-Geräte.
  • Funktioniert über LAN und WAN.
  • Feingranulare Steuerung durch Anpassung von Richtlinien und RDP-Dateien.

icon cons Nachteile:

  • Bestimmte Geräteklassen benötigen High-Level-Umleitung für gute Leistung.
  • Low-Level-USB-Umleitung ist auf Windows-Clients beschränkt und empfindlich gegenüber Netzwerklatenz.

Systemanforderungen

  • Gast: Windows mit aktiviertem Remote Desktop und Netzwerkzugriff.
  • Client: Ein RDP-Client, der die gewünschten Umleitungen unterstützt. Low-Level-USB-Umleitung ist clientseitig nur unter Windows verfügbar.

Remote Desktop für USB-Passthrough in Hyper-V nutzen

Voraussetzungen:

• RDP muss auf der VM aktiviert sein und die Umleitung durch die Firewall erlaubt werden.
• Die Gruppenrichtlinie muss so angepasst werden, dass die Umleitung für „andere unterstützte RemoteFX-USB-Geräte“ und entsprechende Geräteklassen zulässig ist.


A. Nutzung der App „Remotedesktopverbindung“

  1. Aktivieren Sie Remotedesktop in der VM: Einstellungen → System → Remotedesktop → Remotedesktop aktivieren → Firewallregel zulassen.
  2. Öffnen Sie auf dem Client mstsc (Win+R → mstsc → Enter) → Optionen einblenden → Lokale Ressourcen → Weitere…
  3. Wählen Sie die umzuleitenden Geräte: Aktivieren Sie Laufwerke, Drucker und andere unterstützte USB-Geräte, falls eine Low-Level-USB-Umleitung erforderlich ist.
  4. Verbinden Sie sich mit der VM (Hostname oder IP-Adresse). Die umgeleiteten Geräte erscheinen unter „Umgeleitete Ressourcen“.

B. Low-Level-USB-Umleitung aktivieren (optional)

  1. Gruppenrichtlinie auf dem Client anpassen: gpedit.msc → Computerkonfiguration → Administrative Vorlagen → Remotedesktopdienste → Remotedesktopverbindungsclient → RemoteFX-USB-Geräteumleitung → „RDP-Umleitung anderer unterstützter USB-Geräte zulassen“ = Aktiviert (für Administratoren und Benutzer) → Client neu starten.
  2. Gezielte Geräteauswahl: Speichern Sie die Verbindung als .rdp-Datei und fügen Sie die Zeile usbdevicestoredirect:s:* (oder Klassen-/Instanz-IDs) hinzu.

☝ Hinweise

• Verwenden Sie nach Möglichkeit die High-Level-Umleitung für Kameras, Drucker, Laufwerke und Audiogeräte.
• Eine feingranulare Gerätesteuerung ist über Klassen-GUIDs oder Instanz-IDs mit usbdevicestoredirect möglich.

Erweiterter Sitzungsmodus (VMConnect)

Am besten geeignet für: Ersteinrichtung des Betriebssystems, Test- und Entwicklungsumgebungen, lokale Host-Bediener sowie Situationen ohne verfügbares Netzwerk-RDP.

Der Erweiterte Sitzungsmodus (ESM) ist eine in VMConnect integrierte RDP-Funktion, die keine Netzwerkverbindung des Gasts erfordert. Über einen Verbindungsdialog lassen sich lokale Ressourcen freigeben. Nach der Aktivierung können Drucker, Laufwerke, Audiogeräte und Smartcards an unterstützte Windows-Gast-VMs umgeleitet werden. ESM verbessert die Benutzererfahrung durch Funktionen wie gemeinsame Zwischenablage, HiDPI-Unterstützung und flexible Fenstergrößen. Unterstützt werden ausschließlich Windows-Gäste.

Hauptzweck

Diese Lösung stellt eine „lokale Konsole“ bereit, wenn die VM keine Netzwerkverbindung oder IP-Adresse hat – etwa beim ersten Start oder während der Systemwiederherstellung. Sie bietet dieselben Umleitungsfunktionen wie mstsc, vermeidet jedoch die Netzwerkexponierung von RDP und hält Administrationsaufgaben direkt auf dem Hyper-V-Host.

icon pros Vorteile:

  • Keine IP- oder Gastnetzwerkanforderungen
  • Schnelle Gerätefreigabe
  • Erweiterte Benutzerkonsole

icon cons Nachteile:

  • RDP-basierte Lösung – für manche USB-Geräte sind Alternativen nötig
  • Nur Windows-Gast-VMs

Systemanforderungen

  • Host: Der Erweiterte Sitzungsmodus muss in den Richtlinien und Einstellungen aktiviert sein. Unterstützt VMConnect unter Windows 10/11 oder Server 2016+.
  • Gast: Windows 10/11 oder Server 2016+ mit aktiviertem Remotedesktop.

Verwendung des erweiterten Sitzungsmodus für Hyper-V USB-Geräte-Passthrough

Voraussetzungen: Aktivieren Sie den erweiterten Sitzungsmodus (ESM) auf dem Host und schalten Sie Remotedesktop im Gastbetriebssystem ein. Bei neueren Windows-Versionen deaktivieren Sie vor der ersten ESM-Anmeldung die Option „Windows Hello-Anmeldung für Microsoft-Konten erforderlich“, starten anschließend beide Systeme neu und melden sich danach ab.


A. Hyper-V-Manager (Host & VM)

  1. ESM auf dem Host aktivieren: Hyper-V-Manager → Host im linken Bereich auswählen → Aktionen → Hyper-V-Einstellungen → unter „Server“ die Richtlinie für den erweiterten Sitzungsmodus auswählen → „Zulassen“ → OK. Unter „Benutzer“ den erweiterten Sitzungsmodus auf „Verwenden“ setzen.
  2. Remotedesktop in der VM aktivieren: Einstellungen → System → Remotedesktop → Aktivieren.
  3. Verbindung mit VMConnect herstellen: Rechtsklick auf die VM → Verbinden → Optionen anzeigen → Lokale Ressourcen → Weitere… → Laufwerke/Drucker/Audio/USB-Geräte auswählen → Verbinden.

B. Verwendung von PowerShell (Host)

  1. ESM global aktivieren:
    Set-VMHost -EnableEnhancedSessionMode $true
  2. Verbindung über VMConnect herstellen und die gewünschten lokalen Ressourcen auswählen.

☝ Hinweise für Nutzer

Wenn lediglich eine „Basissitzung“ verfügbar ist, prüfen Sie, ob Remotedesktop in der Gast-VM aktiviert wurde und ob der erweiterte Sitzungsmodus auf dem Host zugelassen ist.

USB-Physischer-Datenträger-Passthrough für Speicher in Hyper-V

Am besten geeignet für: Datenmigration und -wiederherstellung ohne VHDX sowie das schnelle Einbinden eines USB-Datenträgers in eine VM.

Bei dieser Methode wird ein USB-Laufwerk, das auf dem Host offline geschaltet wurde, direkt als physische Festplatte mit der VM verbunden. Diese Technik ist ausschließlich für Speicherzwecke vorgesehen, da die VM den Datenträger als rohes Blockgerät erkennt. Sie bietet eine einfache Möglichkeit, Laufwerke anzubinden, und ist besonders hilfreich für Wiederherstellungs- oder Testszenarien. In der Praxis greifen Nutzer meist auf VHDX zurück, es sei denn, der direkte Zugriff auf den Rohdatenträger ist aufgrund funktionaler Einschränkungen erforderlich.

Hauptzweck

Der physische Datenträger-Passthrough dient in erster Linie dazu, einer VM exklusiven und direkten Zugriff auf einen Rohdatenträger zu ermöglichen, ohne Ressourcenkonflikte mit dem Host.

icon pros Vorteile:

  • Direkter Zugriff auf den Rohdatenträger (Blockgerät)
  • Einfach und effektiv
  • Unabhängig vom Gastnetzwerk

icon cons Nachteile:

  • Nicht geeignet für andere Arten von USB-Peripheriegeräten
  • Einschränkungen bei Export-, Backup- und Migrationsvorgängen
  • Für mobile Einsatzszenarien nicht empfohlen

Systemanforderungen


  1. Hyper-V unter Windows 10/11 oder Windows Server.
  2. Ein zusätzlicher Datenträger, der auf dem Host offline geschaltet werden kann. Es darf sich dabei nicht um das Host-Betriebssystemlaufwerk handeln.

Verwendung des Hyper-V USB-Geräte-Passthroughs

Voraussetzungen: Überprüfen Sie auf dem Host mithilfe der Datenträgerverwaltung den Ziel-Datenträger und schalten Sie ihn offline.


A. Verwendung des Hyper-V-Managers (Host und VM)

  1. USB-Datenträger auf dem Host offline schalten: diskmgmt.msc → Rechtsklick auf den gewünschten USB-Datenträger → Offline.
  2. Physischen Datenträger mit der VM verbinden: Hyper-V-Manager → Rechtsklick auf die VM → Einstellungen → SCSI-Controller → Festplatte → Hinzufügen → Physische Festplatte → Offline-Datenträger auswählen → OK.
  3. In der VM: Datenträgerverwaltung öffnen → Datenträger bei Bedarf online schalten → initialisieren und einen Laufwerksbuchstaben zuweisen.

B. Verwendung von PowerShell (Host)

  1. USB-Datenträger auf dem Host ermitteln und offline schalten:
    Get-Disk | Where-Object BusType -eq USB
    Set-Disk -Number ❮DiskNumber❯ -IsOffline $true
  2. Offline-Physischen-Datenträger anhand der Datenträgernummer an die VM anhängen:
    Add-VMHardDiskDrive -VMName "❮VMName❯" -ControllerType SCSI -DiskNumber ❮DiskNumber❯

(Siehe Beispiele zum Anhängen per -DiskNumber)

☝ Hinweis für Nutzer

Passthrough-Datenträger können Backup- und Checkpoint-Workflows beeinträchtigen und lassen sich nicht wie VHDX-Dateien exportieren oder migrieren.

Verwendung von Discrete Device Assignment (DDA) zur Aktivierung von USB-Passthrough in Hyper-V

Am besten geeignet für:
Host-Server mit einem freien zusätzlichen USB-Controller;
Nutzer, die auf native Treiber, zeitkritische oder proprietäre Peripheriegeräte zugreifen müssen.

DDA ermöglicht einer Gast-VM den direkten Besitz und die Treiberkontrolle über ein physisches PCIe-Gerät. Bei USB-Geräten wird dabei der komplette USB-Controller an die VM durchgereicht, nicht einzelne Ports. Das Gerät wird vom Host getrennt und der VM mit nahezu nativer Leistung und Kompatibilität zur Verfügung gestellt.

Diese Technik bringt Einschränkungen für die VM mit sich, etwa bei Live-Migration, Speichern/Wiederherstellen des VM-Zustands und dynamischem Arbeitsspeicher, solange das Gerät zugewiesen ist. DDA wird nicht von allen Controllern oder Geräten unterstützt und erfordert passende Hardware- sowie Firmware-Unterstützung. Das Microsoft-Tool SurveyDDA erleichtert das Trennen und Zuweisen von Geräten anhand des PCI-Location-Pfads.

Hauptzweck

DDA ermöglicht ein nahezu echtes USB-Passthrough, indem ein PCIe-USB-Controller exklusiv einer virtuellen Maschine zugewiesen wird. Dadurch sind Low-Level-Zugriffe und herstellerspezifische Treiber möglich. Diese Methode ist eine sinnvolle Alternative, wenn die USB-Umleitung per RDP die Protokoll- oder Treiberanforderungen des Geräts nicht erfüllt.

icon pros Vorteile:

  • Nahezu nativer Hardware-Passthrough
  • Sehr hohe Leistung und Kompatibilität für USB-Geräte mit dediziertem Controller

icon cons Nachteile:

  • Erfordert fortgeschrittene Fachkenntnisse
  • Kein Zugriff des Hosts auf das Gerät
  • Einschränkungen wie kein VM-Speichern/Wiederherstellen, keine Live-Migration und kein dynamischer Arbeitsspeicher

Systemanforderungen


  1. Betriebssystem: Windows Server mit Hyper-V (2016/2019/2022/2025).
  2. Hardware: CPU mit EPT/NPT sowie IOMMU-Unterstützung inklusive Interrupt- und DMA-Remapping (vergleichbar mit SR-IOV-Anforderungen). Entsprechende BIOS-/Firmware-Einstellungen müssen aktiviert sein.

So weisen Sie einen USB-Controller per DDA einer Hyper-V-VM zu

A. Informationen sammeln und Umgebung vorbereiten (Host-GUI + Anforderungen)

  1. DDA-Voraussetzungen prüfen: Erforderlich sind Windows Server mit Hyper-V sowie Hardware mit Unterstützung für IOMMU/ACS und Geräteisolation. Beachten Sie die DDA-Planungshinweise zu Einschränkungen bei zugewiesenen Geräten.
  2. Location-Pfad des Controllers ermitteln: Geräte-Manager auf dem Host öffnen → „USB-Controller“ erweitern → gewünschten USB-Controller auswählen → Register „Details“ → Eigenschaft „Standortpfade“ → PCIROOT(…)-String kopieren, um das Gerät später zu trennen.

B. Zuweisung des Controllers per PowerShell (VM ausgeschaltet)

  1. (Optional) MMIO-Größe für die VM festlegen
    $vm = "<❮VMName❯"
    Set-VM -Name $vm -LowMemoryMappedIoSpace 3GB -HighMemoryMappedIoSpace 33280MB
  2. Controller vom Host trennen und der VM zuweisen
    $loc = "❮PCIROOT(...aus dem Geräte-Manager...)❯"
    Dismount-VMHostAssignableDevice -LocationPath $loc -Force
    Add-VMAssignableDevice -VMName $vm -LocationPath $loc
  3. VM starten und bei Bedarf den Herstellertreiber im Gastbetriebssystem installieren.
  4. Rückgängig machen: Remove-VMAssignableDevice ausführen und anschließend
    Mount-VMHostAssignableDevice, um den Controller wieder dem Host zuzuweisen.

☝ Hinweis für Nutzer

DDA funktioniert nicht mit allen Controllern und Geräten. Prüfen Sie die Kompatibilität mit dem Microsoft-DDA-Skript oder anhand der Herstellerangaben.

USB-Umleitung in Hyper-V mit FlexiHub

FlexiHub ist eine USB-over-IP-Softwarelösung, die USB- und COM-Ports über ein Netzwerk virtualisiert. Dadurch können virtuelle Maschinen (VMs) Geräte so nutzen, als wären sie physisch angeschlossen. Mit der Anwendung lässt sich ein am Server angeschlossenes Gerät sicher für einen Client freigeben – der gesamte Datenverkehr wird verschlüsselt. FlexiHub wählt automatisch den schnellsten Übertragungsweg, sei es eine direkte Verbindung, QUIC-NAT-Traversal, eine Weiterleitung über einen Tunnel-Server oder RDP. Teams teilen den Zugriff über sichere Login-Tokens, ganz ohne Passwörter.

Typische Einsatzszenarien:

• Administratoren nutzen FlexiHub, wenn sie eine zuverlässige Hyper-V-USB-Verbindung benötigen, um Geräte durchzureichen, die mit der RDP-Umleitung nicht unterstützt werden.
• FlexiHub bietet plattformübergreifende Betriebssystem-Unterstützung und eignet sich auch für Systeme ohne freie DDA-Controller.
• Teams können FlexiHub verwenden, um Dongles, Programmierwerkzeuge, Laborgeräte und weitere Geräte standortübergreifend zu nutzen.

Hauptzweck

FlexiHub ist eine ideale Lösung, wenn die USB-Umleitung über RDP oder ESM bestimmte Geräteklassen nicht unterstützt oder sich das Peripheriegerät an einem entfernten Standort befindet. Die auf dem Gast erstellten virtuellen USB-Ports ermöglichen es dem Betriebssystem der VM, das Gerät nativ zu erkennen und die passenden Treiber zu laden – genau wie bei einem lokal angeschlossenen Gerät. FlexiHub unterstützt Windows, Linux, macOS, Android und Raspberry Pi über LAN, VPN oder das Internet. Die Software zentralisiert die USB-Geräteverwaltung für Hyper-V-VMs und erlaubt Teams eine fein abgestufte Zugriffskontrolle.

icon pros Vorteile:

  • Plattformübergreifende Unterstützung über IP-basierte Netzwerke
  • Keine Änderungen am Hyper-V-Host erforderlich
  • Automatische Auswahl zwischen mehreren Verbindungsmodi (Direkt, QUIC, RDP, Tunnel)

icon cons Nachteile:

  • Die Netzwerkleistung bestimmt die Latenz der Anwendungen

Systemanforderungen


  • • Unterstützte Betriebssysteme für Knoten: Windows 7 SP1+ / Server 2008 R2+; macOS 10.14+ (Apple Silicon mit bestimmten Einschränkungen); Linux (Ubuntu/CentOS getestet); Android 5.0+; Raspberry Pi OS.
  • • Hyper-V: Funktioniert, wenn FlexiHub auf Host und Gast installiert ist oder auf einer Workstation ↔ VM über RDP/ESM.
  • • Einzel-/Team- oder Business-Abonnements bzw. eine kostenlose Testversion.

USB-Geräte mit einer Hyper-V-VM über FlexiHub verbinden

Voraussetzungen: Installieren Sie FlexiHub auf dem „Server“ (an dem das USB-Gerät physisch angeschlossen ist) sowie auf der VM („Client“). Melden Sie sich auf beiden Seiten mit denselben Zugangsdaten an.


A. Hyper-V-Host (USB-Gerät) → Gast-VM (Nutzer)

Nutzen Sie dieses Verfahren, wenn das USB-Gerät am Host angeschlossen ist und in einer oder mehreren VMs verwendet werden soll.

  1. FlexiHub installieren auf dem Host und den VMs und anschließend auf beiden Systemen mit denselben Kontodaten oder einem sicheren Login-Token anmelden. Download FlexiHub für Ihr Gerät
  2. FlexiHub in der VM öffnen, das unter dem Host-Knoten aufgeführte Gerät auswählen → Verbinden. Die VM lädt die Treiber, als wäre das Gerät lokal angeschlossen. USB-Gerät verbinden

Performance-Tipp: Sie können eine direkte Verbindung aktivieren, indem Sie eingehend TCP-Port 5000 öffnen oder UPnP aktivieren. Alternativ wählt FlexiHub automatisch QUIC-, RDP- oder Tunnel-Verbindungen.


B. Workstation (USB-Gerät) → Hyper-V-VM über RDP/ESM

Verwenden Sie dieses Verfahren, wenn Sie bereits mstsc/ESM nutzen, das Gerät jedoch nicht nativ umgeleitet wird.

  1. FlexiHub auf der Workstation und auf der VM installieren und mit denselben Zugangsdaten anmelden.
  2. Verbindung zur VM über mstsc oder ESM herstellen und anschließend in FlexiHub der VM auf „Verbinden“ neben dem Gerät der Workstation klicken.
  3. Bei geringer Übertragungsrate können Sie TCP-Port 5000 auf der Workstation öffnen oder einer Seite der Verbindung eine öffentliche IP-Adresse zuweisen.

C. Remote-PC (USB-Gerät) ↔ Hyper-V-VM (über das Internet)

Diese Schritte sind geeignet, wenn Sie auf ein externes Gerät zugreifen möchten oder sich die VM hinter einer Firewall in einem Rechenzentrum oder in der Cloud befindet.


  1. FlexiHub auf der VM und dem entfernten Computer installieren und anmelden.
  2. TCP-Port 5000 für eine direkte Verbindung und optimale Leistung öffnen. Ist der Port geschlossen, nutzt FlexiHub automatisch QUIC oder Tunnel.
  3. Optional kann ein privater Tunnel-Server bereitgestellt werden, um die Routing-Kontrolle zu behalten und Compliance-Anforderungen zu erfüllen.

Fazit

Hyper-V ist eine weit verbreitete Virtualisierungsplattform, bietet jedoch keine native Unterstützung für USB-Passthrough. Diese Einschränkung kann die Produktivität beeinträchtigen, da sich physische Geräte wie Drucker, Dongles oder Festplatten nur schwer mit virtuellen Maschinen verbinden lassen. In diesem Artikel wurden verschiedene Möglichkeiten zur Aktivierung von USB-Passthrough in Hyper-V vorgestellt – von nativen Funktionen über erweiterte Konfigurationen bis hin zu Drittanbieter-Lösungen.


  • • RDP ermöglicht eine einfache USB-Umleitung für Geräte wie Drucker und Kameras, ist jedoch abhängig von Latenz und auf Windows beschränkt.

  • • ESM erlaubt den lokalen Zugriff auf USB-Geräte ohne Netzwerkverbindung und sorgt für eine nahtlose Benutzererfahrung.

  • • Der physische Datenträger-Passthrough verbindet USB-Laufwerke direkt mit einer VM für Speicher- und Wiederherstellungszwecke.

  • • DDA bietet leistungsstarkes Passthrough für USB-Controller bei spezieller Hardware, bringt jedoch funktionale Einschränkungen mit sich.

  • • FlexiHub ist eine umfassende, plattformübergreifende USB-Passthrough-Lösung. Sie ist besonders hilfreich, wenn RDP oder ESM nicht ausreichen oder wenn ein Gerät remote über ein Netzwerk genutzt werden soll.

Die vorgestellten Methoden reichen von einfachen Gerätemanagement-Lösungen bis hin zu erweiterten Funktionen für spezialisierte Hardware. Anwender sollten ihre Anforderungen sorgfältig prüfen und die passende Lösung auswählen.

Hyper-V USB-Geräte-Passthrough aktivieren
  • 4.8 Gesamtrang basierend auf 386+ Bewertungen
  • Voraussetzungen: Windows, macOS, Linux, Android und Raspberry Pi.
  • 11.59MB Größe.
  • Version 7.0.15580. (der 11. Feb, 2026).
  • Preise ab $39 pro Monat, jährliche Abrechnung