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Olga Weis Olga Weis Zuletzt aktualisiert Jan 5, 2026

Leitfaden zur RDP-Scannerumleitung

Das Microsoft Remote Desktop Protocol (RDP) ist eine bewährte Möglichkeit, auf gemeinsam genutzte Drucker oder Speichergeräte zuzugreifen. Einen Scanner in einer Remote-Sitzung einzubinden, ist jedoch häufig schwierig – vor allem wegen fehlender Treiberunterstützung und Imaging-Protokollen wie TWAIN .

Um diese Einschränkung zu umgehen und einen Scanner in einer Remote-Sitzung nutzbar zu machen, haben Sie grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Die erste Methode setzt auf die integrierten RDP-Funktionen und erfordert Anpassungen an der System- bzw. Plattformkonfiguration. Die zweite – in der Praxis oft deutlich effizientere – Option ist eine Drittanbieter-Lösung wie FlexiHub oder USB Network Gate.

Die native Methode mit RDP-Funktionen

Die native Scannerumleitung per RDP ist technisch anspruchsvoll und basiert auf einer Funktion namens Opaque Low-Level Redirection.

Methodik und Treiberanforderungen

Dabei werden rohe USB Request Blocks (URBs) über die RDP-Verbindung direkt vom Scanner in die Remote-Sitzung übertragen – ohne dass die Daten interpretiert oder optimiert werden. Das bedeutet: Auf der Remote-Seite muss Software vorhanden sein, die den Rohdatenstrom korrekt versteht. In der Praxis heißt das, dass der Scannertreiber auf dem Host der Remote-Sitzung installiert werden muss – nicht auf dem lokalen Client.

RDP so konfigurieren, dass nativer Scannerzugriff möglich ist

Für die Konfiguration benötigen Sie Administratorrechte, da die RDP-Eigenschaft usbdevicestoredirect festlegt, welche USB-Geräte über die Remote-Sitzung zugänglich sind. Sie können diese Einstellung entweder über die Gruppenrichtlinie oder direkt in der RDP-Datei vornehmen. Typische Konfigurationswerte sind:


  • • Ein Platzhalter (*) zur Umleitung der meisten USB-Geräte ohne High-Level-Redirection-Unterstützung – darunter häufig auch Scanner.

  • • Class GUIDs, mit denen sich komplette Geräteklassen umleiten lassen, zum Beispiel bestimmte Scannertypen.

RDPs TWAIN-Einschränkung

Eine zentrale Einschränkung der nativen RDP-Scannerumleitung ist die fehlende TWAIN-Unterstützung. Da TWAIN in vielen Unternehmen und Fachanwendungen als Standard-Schnittstelle genutzt wird, erkennen zahlreiche Programme den Scanner nicht korrekt – oder verarbeiten übertragene Scans fehlerhaft.

Software für die RDP-Scannerumleitung verwenden

Scannen per Remote Desktop ist in Terminalserver- oder Cloud-Umgebungen oft schwer umzusetzen. Wenn Ihnen keine native Unterstützung für die RDP-Scannerumleitung zur Verfügung steht, bietet FlexiHub eine sehr praxistaugliche Lösung. Damit können Nutzer USB-Scanner in einer RDP-Sitzung verwenden – mit nahezu derselben Bedienung und Funktionalität wie bei einer direkten physischen Verbindung.

FlexiHub

FlexiHub ist eine spezialisierte Anwendung für die **Scannerumleitung in Remote-Desktop-Sitzungen**. Die Software funktioniert zuverlässig in Umgebungen wie Microsoft Azure, Microsoft Terminal Services, Citrix Virtual Apps and Desktops, VMware Horizon View oder Amazon WorkSpaces. FlexiHub reduziert den technischen Aufwand deutlich – damit Sie sich auf den eigentlichen Arbeitsprozess konzentrieren können, statt auf komplizierte RDP-Einstellungen.

Note: Dank der Netzwerkfunktionen eignet sich FlexiHub ideal, um Peripheriegeräte in Außenstellen bereitzustellen oder mobilen Mitarbeitenden einen sicheren Zugriff zu ermöglichen.

FlexiHub
4.8 Rang basierend auf 386+ Bewertungen
Software zum Weiterleiten von USB

Wie arbeitet FlexiHub als Remote-Desktop-Scanner-Software?

FlexiHub stellt eine Verbindung zwischen USB-Geräten, die an einem physischen Computer angeschlossen sind, und Ihrer Remote-Desktop-Sitzung her. Dabei wird ein virtueller USB-Port erzeugt, über den Sie einen Scanner oder andere USB-Geräte im Netzwerk nutzen können.

Sobald ein Gerät in einen USB-Port gesteckt wird, kann es – je nach Freigabe – für entfernte Nutzer im Netzwerk verfügbar werden. Der virtualisierte RDP-Scanner wird vom Betriebssystem wie ein lokal angeschlossenes Gerät behandelt.

So aktivieren Sie die RDP-Scannerumleitung mit FlexiHub

Folgen Sie diesen einfachen Schritten, um Ihren USB-Scanner in Remote-Desktop-Sitzungen zu nutzen:
  • 1.
    Sobald Sie auf der offiziellen FlexiHub-Website sind, registrieren Sie Ihr FlexiHub-Konto.
    FlexiHub-Konto
  • 2.
    Auf allen Geräten, die an der RDP-Verbindung beteiligt sind, laden Sie FlexiHub herunter und installieren Sie die Software. Stellen Sie sicher, dass FlexiHub auch auf dem PC installiert wird, an dem das USB-Gerät – z. B. der Scanner – physisch angeschlossen ist.
    FlexiHub Demo-Zeitraum anmelden
  • 3.
    Starten Sie FlexiHub über das Desktop-Symbol und melden Sie sich mit Ihren FlexiHub-Zugangsdaten an.

    Nach erfolgreichem Login wird sofort eine Liste der Geräte angezeigt, die für den Fernzugriff zur Verfügung stehen.
    FlexiHub für VBox herunterladen
  • 4.
    Vom Client-Computer aus starten Sie Ihre Remote-Desktop-Verbindung und erstellen damit eine virtuelle Sitzung. blank
  • 5.
    Innerhalb dieser virtuellen Desktopumgebung öffnen Sie FlexiHub und loggen sich erneut ein. blank
  • 6.
    Suchen Sie in der Liste das gewünschte USB-Gerät – etwa Ihren Scanner – und klicken Sie auf die Schaltfläche „Verbinden“ daneben.
    Gerät verbinden

Vorteile von FlexiHub für das Scannen über Remote Desktop

Erweiterte Sicherheit
FlexiHub verwendet das sichere 2048-Bit-SSL-Verschlüsselungsprotokoll, um alle Datenübertragungen im Netzwerk zu schützen. Scan-Daten werden über verschlüsselte virtuelle Kanäle an den Zielrechner gesendet.
Scanner unter verschiedenen Plattformen umleiten
Die Software unterstützt Remote Desktops auf Windows, Linux und macOS. Dank der Plattformunabhängigkeit lassen sich USB-Geräte flexibel zwischen verschiedenen Betriebssystemen freigeben.
Einsetzbar mit komplexer TWAIN-Software
FlexiHub ist vollständig kompatibel mit jeder TWAIN-fähigen Anwendung. Der USB-Scanner wird von der Remote-Sitzung erkannt, als wäre er direkt an den virtuellen Arbeitsplatz angeschlossen.
Keine Scannertreiber erforderlich
Auf den FlexiHub-Clients müssen keine speziellen Scannertreiber installiert werden. Das spart wertvolle Zeit in der Systemadministration – insbesondere bei wechselnden USB-Geräten im Netzwerk.
Sobald die Verbindung steht, wird der Scanner im Geräte-Manager der Remote-Sitzung erkannt. Diese zuverlässige USB-Weiterleitung für Remote Desktop sorgt dafür, dass sich der Scanner so nutzen lässt, als wäre er lokal direkt verbunden.

USB Network Gate

USB Network Gate ist ein vielseitiges Software-Tool, das mithilfe von Virtualisierung einen lokalen USB-Scanner in eine RDP-Sitzung umleitet. Es ist ein unverzichtbares Werkzeug für Terminalserver- und Cloud-Umgebungen, in denen keine native Unterstützung für die RDP-Scannerumleitung vorhanden ist. Mit USB Network Gate können Nutzer über Remote Desktop scannen – mit derselben Kontrolle und Benutzererfahrung wie bei einer direkten Verbindung zum Scanner.

Hinweis: Die Software ist speziell für den Einsatz in lokalen Netzwerken (LANs) optimiert und somit ideal für den Büroalltag geeignet.

Wie USB Network Gate Remote Desktop Scanning ermöglicht

USB Network Gate stellt eine zuverlässige Alternative dar, wenn die native Scannerumleitung in Remote-Desktop-Sitzungen nicht verfügbar ist. Das Programm macht einen lokal angeschlossenen USB-Scanner (Server-Seite) in der RDP-Sitzung (Client-Seite) nutzbar. Dabei erstellt USB Network Gate einen virtuellen USB-Port auf dem Client-Rechner, über den der Scanner so angesprochen wird, als wäre er direkt verbunden.

So aktivieren Sie die RDP-Scannerumleitung mit USB Network Gate

Führen Sie die folgenden Schritte aus, um Ihren USB-Scanner für Remote-Desktop-Sitzungen einzurichten:
  • 1.
    Installieren Sie USB Network Gate auf dem Server-Computer, an dem der Scanner physisch angeschlossen ist.
    usb network gate herunterladen
  • 2.
    Installieren Sie USB Network Gate auf dem Client-Rechner, der die Remote Desktop Sitzung ausführt.
    usb network gate client computer
  • 3.
    Starten Sie USB Network Gate auf beiden Systemen.
    usb network gate starten
  • 4.
    Wechseln Sie auf dem Server zur Registerkarte „Lokale USB-Geräte“, wählen Sie den gewünschten Scanner aus und klicken Sie auf „Freigeben“.
    lokale usb-geräte
  • 5.
    Auf dem Client öffnen Sie die Registerkarte „Remote-Geräte“ in USB Network Gate und klicken auf „Verbinden“, um Zugriff auf den freigegebenen Scanner zu erhalten.
    remote geräte

Nach erfolgreicher Verbindung wird der Scanner im Geräte-Manager des Client-Rechners erkannt und steht in der RDP-Sitzung zur Verfügung.

Vorteile von USB Network Gate für das Scannen über Remote Desktop

USB Network Gate bietet folgende Vorteile.
Virtuelle Port-Technologie
USB Network Gate erstellt virtuelle USB-Anschlüsse auf dem Client-Rechner und ermöglicht so den Remote-Zugriff auf beliebige USB-Geräte – einschließlich Scanner, Drucker, Dongles und mehr.
Nahtlose Funktionalität
Die Software bietet Remote-Benutzern denselben Funktionsumfang, als wäre der USB-Scanner direkt am lokalen PC angeschlossen – ganz ohne Einschränkungen in der Bedienung.
Flexibler Zugriff
Sobald ein USB-Gerät am lokalen Server angeschlossen ist, steht es über die RDP-Sitzung sofort für Clients im Netzwerk zur Verfügung – ideal für dynamische Arbeitsumgebungen und flexible IT-Infrastrukturen.

Fazit: Die richtige RDP-Scannerlösung wählen

Die Wahl der besten Lösung für die **Scannerumleitung unter Remote Desktop** hängt maßgeblich von Ihrem Budget, Ihren technischen Kenntnissen und der Notwendigkeit einer **TWAIN-Kompatibilität** ab. Die native RDP-Umleitung über Windows ist zwar die kostengünstigste Methode, bringt jedoch zwei zentrale Nachteile mit sich: Zum einen erfordert sie aufwändige administrative Konfigurationen, zum anderen fehlt die Unterstützung für TWAIN – was die professionelle Nutzung deutlich einschränkt.

Wenn TWAIN ein Muss ist, kommen Sie um den Einsatz spezialisierter Softwarelösungen nicht herum. FlexiHub und USB Network Gate nutzen virtuelle USB-Schnittstellen, um die nativen Begrenzungen von RDP zu umgehen. Diese Virtualisierung bietet nicht nur den vollen Funktionsumfang Ihres Scanners, sondern reduziert gleichzeitig den Verwaltungsaufwand erheblich – Treiber müssen lediglich auf dem Host installiert werden. Zudem schützt FlexiHub Ihre Datenübertragungen mit 2048-Bit-SSL-Verschlüsselung, was höchste Netzwerksicherheit gewährleistet.

Auch wenn die native Methode kostenfrei ist, sind kommerzielle Lösungen wie FlexiHub oder USB Network Gate häufig die bessere Wahl – vor allem, wenn Sie auf eine zuverlässige RDP-Scanner-Integration mit TWAIN-Unterstützung angewiesen sind.

Remote-Desktop-Scannen
  • 4.8 Gesamtrang basierend auf 386+ Bewertungen
  • Voraussetzungen: Windows, macOS, Linux, Android und Raspberry Pi.
  • 11.58MB Größe.
  • Version 7.0.15544. (der 24. Dez, 2025).
  • Preise ab $39 pro Monat, jährliche Abrechnung